40. Landsberg-Rallye Meiningen, 15.07.2017

„Geschenkter“ Klassensieg zu Landsberg Rallye: Wir hatten viel Fahrspaß, aber die erzielten Zeiten waren zugegebenermaßen unter unseren selbst gesteckten Erwartungen. Auf  WP1 sind wir bei Nässe mit unseren Reifen wie erwartet sofort ins Hintertreffen geraten und waren Klassen-Letzter. Auf WP2 konnten wir dann kontern und uns bis auf eine Zehntelsekunde wieder an die Führenden Lukas Thorwarth/Markus Rommel ran arbeiten. Auf WP3 – dem Rundkurs im Gewerbegebiet- verloren wir zu unserer eigenen Überraschung abermals enorm viel Zeit, sodass wir mit gesamt 7 Sekunden Rückstand in die Halbzeitpause gingen.

In der zweiten Schleife waren die gleichen WPs noch einmal zu befahren: WP4 und WP5 lief gut, wir konnten den Spieß wieder umdrehen und so mit 3 Sekunden Vorsprung in WP6 starten – wieder der Rundkurs. Wohlwissend, dass es jetzt „um die Wurst“ geht und der Vorsprung wohl nicht reichen würde, versuchten wir entgegen meiner fahrdynamischen Überzeugungen so rund und schnell wie möglich zu fahren. Keine Drifts, kein Anstellen, usw. Dafür permanent blauer Qualm beim Bremsen, den selbst der Nachfolgende noch sehen konnte. Ergebnis der verkrampft untersteuernden Fahrt: nur 0,5 Sekunden schneller, als im ersten Durchgang mit lustvollem Fahrstil!

Fazit des Beifahrers Benjamin: „Hab mich total unwohl gefühlt, wenn das Auto die ganze Zeit über die Vorder- statt Hinterräder rutscht“ Meine Meinung: Ging mir auch so! Machen wir auch nicht wieder. Ist offensichtlich ohnehin auch nicht schneller.

Im Endergebnis lagen wir dann 2,1 Sekunden hinter Lukas Thorwarth und Markus Rommel auf Platz 2 in unserer Klasse. Allerdings erhielten die beiden noch eine Zeitstrafe für das Touchieren einer Schikane, sodass wir plötzlich doch vorn lagen und uns der Klassensieg sprichwörtlich in die Hände fiel!

So richtig freuen konnten wir uns über diesen Sieg aber nicht, denn Team Thorwarth/Rommel waren in reiner Fahrzeit gemessen die Schnelleren und deshalb für uns die moralischen Sieger. Herzlichen Glückwunsch noch mal an dieser Stelle für die gezeigte Leistung!

Onboard-Videos gibt es diesmal leider nicht, da die Kamera nach kurzer Zeit ausfiel..

Für uns heißt es jetzt zu analysieren, warum das Auto während der ganzen Rallye einfach deutlich zu wenig Grip aufbaute und unsere Zeiten trotz gefühlt guter Fahrt so unbefriedigend waren. Vielleicht war ich fahrerisch an diesem Tag auch einfach nicht gut drauf. In jedem Fall werden wir an allen Punkten arbeiten, denn bis zur Thüringen-Rallye sind nur noch 3 Wochen Zeit..

Beitragsbild: RallyePhotography m.götz

40. Landsberg-Rallye Meiningen 2017 - Heilborn-Melde BMW M3

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46. Osterburgrallye 17.06.2017

Zur diesjährigen Osterburgrallye lieferten wir uns einen tollen Kampf mit dem härtesten Gegner, auf den wir seit langem getroffen sind.

Im Ziel lagen wir in reiner Fahrzeit gemessen zunächst mit 14 Sekunden Vorsprung auf Platz 1 in unserer Klasse. Allerdings bekamen wir für das Berühren eines Bakenfußes in einer Schikane auf der zweiten Wertungsprüfung 30 Strafsekunden aufgebrummt, was uns dann auf den 2. Platz zurückfallen ließ.

Die Tatsache, dass der Bakenfuß dort hätte garnicht stehen dürfen, die Schikane nicht regelkonform – sondern knapp 2 Meter (!) zu eng war, sodass fast alle Fahrzeuge nur mit Berührung durch kamen, von denen wiederum nur ein Teil eine Zeitstrafe bekam – all das führte im Nachgang der Rallye noch zu großer Verwunderung und heftigen Diskussionen.

Der Rallyeleiter und der Automobilsportkoordinator des DMSB kamen einige Tage später zu dem Schluss, dass die Zeitstrafen zu entfernen sind und das Ergebnis zu korrigieren ist. Der Sportkommissar allerdings nicht. Ohne Begründung lehnte er dies ab.

Auch wenn ein 2. Platz natürlich ebenfalls ein gutes Ergebnis ist, so ist es doch schade wenn man weiß, dass es eigentlich der 1. gewesen wäre. Zumal uns diese Benachteiligung nun gleichzeitig auch die Führung in der eng umkämpften Thüringer Meisterschaft kostete.

Auch wenn die Osterburg-Rallye 2017 also aus sportlicher Sicht fragwürdig war, so war es ansonsten eine sehr gut organisierte Veranstaltung, mit schönen WPs und guter Stimmung. Dafür bedanken wir uns bei allen Verantwortlichen und deren Helfern.

AvD Sachsen-Rallye 2017 – DRM

1. in der Klasse, 3. in der Division, 22. im Gesamtklassement – aber nur bis 4 km vor Schluss…

Gute Zeiten – schlechte Zeiten. So kann man es nennen, wenn man ein absolut problemloses und erfolgversprechendes Rallye-Wochenende erlebt und dann an seinem eigenen Geburtstag kurz vor dem Ziel mit defekter Radaufhängung liegen bleibt.

Doch der Reihe nach.

Auf die diesjährige Sachsen-Rallye freuten wir uns ganz besonders: Anspruchsvolle und vor allem lange Wertungsprüfungen, welche im Hellen und Dunkeln zu befahren waren, dazu ein recht kurzweiliger und von vielen Zuschauern gesäumter Rundkurs durch die Zwickauer Innenstadt, sowie ein absolut hochklassiges Starterfeld. Erste Bundesliga im Rallyesport eben!

Im Vergleich zum letzten Jahr hatten wir nicht nur motorisch, sondern diesmal auch in Sachen Reifen aufgerüstet: Erstmals überhaupt gingen wir mit reinrassigen WM-Reifen von Michelin an den Start. Beides zusammen führte beim Fahrer dazu, dass der nun erst einmal völlig neue Synapsen in Bezug auf bisherige Denkmodelle über Bremspunkte und Kurvengeschwindigkeiten im Kopf bilden musste und beim Copiloten Benny dazu, dass er das Gebetbuch nun noch schneller vorlesen musste.

Dies alles funktionierte aber überraschend gut und schnell stellte sich ein flüssiger Rhythmus ein. So konnten wir unsere Zeiten von WP zu WP immer weiter verbessern und im Feld nach vorn fahren. Das Auto war durch das Einsatzteam von Hampl Motors bestens vorbereitet und lief wie ein Uhrwerk. Bis hierhin also ein perfektes Rallye-Wochenende!

Nach 11 von 12 zu fahrenden Wertungsprüfungen stand also nun nur noch einmal die WP Kirchberg an. 22 anspruchsvoller Kilometer sollten uns noch von der Zielankunft und einem Pokal als Geburtstagsgeschenk trennen. Doch bei Kilometer 18 brach plötzlich in einer leichten Rechtskurve  ohne Vorwarnung die linke Vorderradaufhängung, wodurch das Auto schlagartig unlenkbar wurde:

Materialermüdung im Querlenkermittelgelenk
Materialermüdung im Querlenkermittelgelenk
Nur noch wenige Kurven trennten uns vom Ziel
Nur noch wenige Kurven trennten uns vom Ziel

Die anschließende beinahe-Kollision mit einem Baum konnten wir geradeso noch vermeiden und rutschten zum Glück nur in eine Wiese. Ein kurzer Versuch, doch noch irgendwie langsam ins Ziel weiter zu fahren, endete 200 Meter später dann endgültig mit komplett eingeklapptem Vorderrad. Schluss, aus vorbei! Und das nachdem nun das Ziel in 4 Kilometern Entfernung bereits fast in Sichtweite lag.

Eine sehr harte Situation, muss man zugeben. Aber es hätte schlimmer kommen können: Nicht nur in Sachen Schaden am Fahrzeug, sondern auch was den Ort betrifft: Statt einsam irgendwo im Niemandsland sächsischer Wälder auf den Abschleppdienst warten zu müssen, strandeten wir „zum Glück“ genau am Rande einer Ortschaft. Da waren Zuschauer, welche uns in dieser schweren Stunde mit Bier aus ihrem eigenen Kühlschrank versorgten, Selfies mit uns machten und Aussagen wie „Wow, klasse, ein richtiges Rallye-Auto auf meinem Feld!“ verkündeten… Wir befanden uns also in einem Umfeld bester Stimmung und ließen uns von so viel Zuspruch natürlich auch etwas aufmuntern. Die Szenerie führte uns zudem vor Augen, wie viel Begeisterung der Rallyesport in großen Teilen der Bevölkerung auslöst!

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge reisten wir also aus Zwickau ab. Ohne Ergebnis und ohne Meisterschaftspunkte. Aber mit jeder Menge positiver Erinnerungen an eine rundum gelungene und spektakuläre Veranstaltung und an ein Wochenende voller Fahrfreude. Die Sachsen-Rallye war trotz des sehr bitteren Ausgangs ein Highlight für uns, aber die nächste schöne Veranstaltung folgt schon sehr bald: Die Osterburgrallye rund um Weida am 17.06.2017.

Hauptbild: Sascha Dörrenbächer

Sachsen-Rallye 2017 Nick Heilborn-Benjamin Melde BMW M3 www.IFM-MOTORSPORT.de

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Heilborn-Melde Sachsen Rallye 2017 BMW M3

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47. ADAC Roland Rallye 22.04.2017

Das war knapp: Auf Schleichfahrt zum Klassensieg.

„Das Material schonen, Erfahrung auf losem Untergrund sammeln und Ankommen“ war die Zielstellung für unseren Start bei der Roland-Rallye 2017.

Zunächst ging diese Strategie auch ganz gut auf, denn auf WP1 noch recht vorsichtig gestartet, steigerten wir uns nach und nach, sodass wir uns nach WP4 bereits auf Rang 7 im Gesamtklassement wiederfanden.

Ein erneutes TopTen-Gesamtergebnis schien also in Reichweite. Nach dem frühen Ausfall des anderen M3-Teams, erbten wir zudem die Klassenführung kampflos und hatten auch schon einen komfortablen Vorsprung auf den Zweitplatzierten aufzuweisen.

Das sollte noch unser Glück sein, denn einige Meter nach dem Start der WP5 verkündete unsere Differenzialaufhängung mit einem lauten Schlag, dass sie soeben den Dienst quittiert hatte. Dieses Streckenstück war in der Tat auch das Gröbste der gesamten Rallye: Sehr scharfkantige Steine und Brocken von der Größe handelsüblicher Blumentöpfe, soweit das Auge reichte. So muss es bei der Rallye Akropolis in Griechenland aussehen, dachten wir uns, während wir direkt auf der Prüfung anhielten und prüften, ob wir mit dem Schaden noch weiter fahren können. Da wir aber gedanklich nun eh schon den Vergleich mit der Weltmeisterschaft gezogen hatten, entschieden wir uns also, nicht etwa aus Rücksicht zum Material aufzugeben, sondern unter lautstarken Mahl- und Schlaggeräuschen einfach weiter zu fahren bis – im schlimmsten Fall- nichts mehr geht.

In langsamer Fahrt beendeten wir also WP5, führten eine kurze Notreparatur durch und machten uns mit unverändert abenteuerlicher Klangkulisse auf den Weg in die Nordhäuser Innenstadt – zur letztem Wertungsprüfung, dem berüchtigten „Gehege“-Rundkurs.

Am Start mit Standgas losgerollt und sofort die Warnblinkanlage eingeschaltet, galt es nun genau so langsam und vorsichtig zu fahren, dass es den Antriebsstrang nicht in Stücke reißt, aber auch so schnell, dass wir maximal 60 Sekunden verlieren. Denn das war unser noch übrig gebliebenes Zeitpolster auf den Zweitplatzierten in unserer Klasse.

Aufgrund des Lärms konnte ich die Ansagen von Copilot Benny nur bergab hören- denn da ließen wir uns immer im Leerlauf rollen- aber auf einem Rundkurs und bei dem Tempo war das ja kein Problem. Seine Zwischenzeit-Ansagen konnte ich zum Glück jedoch verstehen und so gelang es uns tatsächlich, das Auto noch in der notwendigen Zeit ins Ziel zu bringen:

 

Die nach einem ähnlichen Defekt zur Erzgebirgsrallye 2016 konstruierte Diff-Nothaltevorrichtung, hatte also funktioniert und sich bezahlt gemacht. Auch wenn wir von Gesamtrang 7 auf 14 zurückgefallen sind, so konnten wir uns zumindest ins Ziel schleppen und mit dem Klassensieg wichtige Meisterschaftspunkte einfahren.

Dennoch hat uns der Vorfall eindeutig gezeigt, dass der Antriebsstrang eine Schwachstelle im Fahrzeug ist. Hier werden wir uns nun von Grund auf Gedanken machen, wie wir diese in Zukunft beseitigen können. Es bleibt nicht viel Zeit: Denn am 26.-27.05.2017 steht bereits die Sachsen-Rallye im Kalender.

Beitragsbild: Thomas Gorlt

47. Roland Rallye 2017 Nick Heilborn - Benjamin Melde BMW M3
47. Roland Rallye 2017 Nick Heilborn – Benjamin Melde BMW M3

47. Roland Rallye 2017 Nick Heilborn - Benjamin Melde BMW M3

47. Roland Rallye 2017 Nick Heilborn - Benjamin Melde BMW M3 47. Roland Rallye 2017 Nick Heilborn - Benjamin Melde BMW M3 47. Roland Rallye 2017 Nick Heilborn - Benjamin Melde BMW M3 47. Roland Rallye 2017 Nick Heilborn - Benjamin Melde BMW M3 47. Roland Rallye 2017 Nick Heilborn - Benjamin Melde BMW M3 47. Roland Rallye 2017 Nick Heilborn - Benjamin Melde BMW M3

54. ADMV Rallye Erzgebirge 01.04.2017

Klassensieg, bester Hecktriebler und Gesamtrang 10 von 55 Startern!
Bild: Jörg Ullmann

Nachdem wir im Vorjahr schon frühzeitig mit Antriebsdefekt ausgefallen sind, freuten wir uns diesmal aufs Neue auf unsere erste gemeinsame „Erze“. Copilot Benjamin ist hier zwar schon das ein oder andere Mal unterwegs gewesen, für mich aber war alles neu. Allerdings wusste ich, dass die Prüfungen im Erzgebirge wohl zu den anspruchsvollsten überhaupt zählen und das Starterfeld noch dazu aus vielen einheimischen Haudegen bestehen würde. Ein Top Ten-Gesamtergebnis einzufahren sollte unter diesen Umständen eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe werden, aber versuchen wollten wir es natürlich trotzdem.

Doch die erste WP „Oberdorf“ gingen wir gleich etwas zu vorsichtig an, wie die nur 17. Gesamtzeit und ein mäßig gutes, eigenes Fahrgefühl zeigte. WP2 „Rundkurs Grünhain“ lief mit einer 8. Gesamtzeit schon deutlich besser und WP3 „Gelenau“ wollte einfach nur irgendwie überstanden werden: Kilometerlange Plattenwege mit offener Mittelspur und jeder Menge scharfer Kanten, die nur darauf warteten, die Reifen aufzuschlitzen, veranlassten uns hier bewusst dazu, Tempo rauszunehmen und „mit Köpfchen“ zu fahren. Immerhin lagen wir zu diesem Zeitpunkt in der Klasse bereits 54 Sekunden vorn und wollten unser Ergebnis nicht durch einen Reifenschaden riskieren. Ergebnis: 13. WP-Zeit gesamt.

Auf Gesamtrang 11 und Platz 1 in der Klasse liegend, erreichten wir so das Regrouping zur Halbzeitpause. Der Wettergott meinte es an diesem Tage gut und verschob die für die Nachmittagsschleife eigentlich angekündigten Regenschauer kurzerhand auf die späten Abendstunden, sodass wir direkt mit Trockenreifen wieder zum zweiten Umlauf aufbrechen konnten.

In „Oberdorf II“ konnten wir uns diesmal zwar direkt um 12 Sekunden verbessern, aber rundum zufrieden war ich mit meiner Fahrt dennoch nicht. Auch wenn ich den Eindruck hatte, dass wir nicht gerade im Cruising-Modus unterwegs waren – wie ein Gartenzaun auch schmerzlich erfahren musste, welcher im Schwenkbereich unseres Hecks stande- reichte es dennoch nur für die Gesamt 11. Zeit.

In „Grünhain II“ sollte es aber gleich zur Gesamt 6. und in „Gelenau II“ -wieder taktisch vorsichtig fahrend- zur Gesamt 10. Zeit reichen. Schlussendlich beendeten wir unsere erste Erze mit einem Klassensieg und dann doch noch auf Gesamtrang 10. Ziel also erreicht!

Nachdem wir im Vorjahr bei den ersten beiden Rallyes der Saison etwas Pech hatten, stehen im Jahr 2017 nun nach zwei Starts direkt 2 Klassensiege zu buche. Im DMSB Rallye-Cup und der Thüringer Meisterschaft liegen wir dadurch aktuell auf Platz 1 der Tabelle und in den ADMV-Meisterschaften auf Platz 2 und 3. Ein guter Start in die Saison, mit dem wir sehr zufrieden sein können.

Nun gilt es dranzubleiben, Fahrstil und Fahrzeug weiter zu verbessern und am 22.04. mit der Roland Rallye in Nordhausen unseren ersten Lauf im Schottercup 2017 unter die Räder zu nehmen.

 

Werra-Meißner Rallye 11.03.2017

Klassensieg, bester Nicht-Allradler und Gesamtrang 5 von 31 Startern. Ein guter Start in die Saison 2017!

Nachdem sich der ehemalige 328i über den Winter in einen BMW M3 verwandelt hat, war unsere Strategie grundsätzlich, die erste Rallye der Saison ruhig und besonnen anzugehen, um sich erst einmal an den deutlich potenteren Antrieb gewöhnen zu können.

Die Tatsache, dass wir dann vor Ort überraschend trockene Streckenbedingungen vorfanden, aber lediglich reinrassige Regenreifen mit starkem Profil in supersofter Mischung dabei hatten, erhöhte die Wahrscheinlichkeit auf ein gutes Ergebnis zudem auch nicht unbedingt. Bremsprobleme bereits ab WP1 taten dann noch ihr Übriges. Aber Rallyefahren bedeutet eben auch, das jeweils Beste aus den vorherrschenden Bedingungen zu machen – egal wie sie nun einmal sind.

Nachdem WP1 und 2 noch etwas unrund liefen, stellte sich ab WP3 schon langsam ein gutes Gefühl ein. Das Vertrauen ins Auto wuchs, das Fahrgefühl wurde immer besser, mit der schlecht ansprechenden Bremse arrangierte man sich, die Fahrfreude stieg, die ursprünglich profilierten Regenreifen verwandelten sich nach und nach zu Semi-Slicks und die Zeiten purzelten. Auf den letzten WPs hatten wir uns dann bereits so eingeschossen und einen solchen Fahrspaß, dass wir im Ziel gar nicht mehr aussteigen wollten! Der neue Motor verwandelt das Auto in seinem Charakter komplett und eröffnet nun fahrdynamisch völlig neue Möglichkeiten.

Mangels Online-Zeiten, erfuhren wir erst im Ziel, dass wir durch Ausfälle anderer Teams und unseres kontinuierlich steigenden Tempos letztlich als bestes zweiradgetriebenes Fahrzeug -umzingelt von Allrad Mitsubishi EVOs- angekommen sind und uns so auch den Sieg in der neuen Klasse 4 sichern konnten. – Auf Regenreifen bei fast vollständiger Trockenheit!

Mit diesem Ergebnis gleich zu Beginn der Saison, sind wir natürlich sehr zufrieden. Nun gilt es, die Bremsprobleme zu beseitigen, noch ein paar Feinabstimmungen vorzunehmen und dann am 01.04.2017 am Start der Rallye Erzgebirge zu stehen.

 

Werra-Meißner 2017 Nick Heilborn BMW M3 Werra-Meißner 2017 Nick Heilborn BMW M3 Werra-Meißner 2017 Nick Heilborn BMW M3 Werra-Meißner 2017 Nick Heilborn BMW M3 Werra-Meißner 2017 Nick Heilborn BMW M3Werra-Meißner Rallye 2017 Heilborn/Melde M3