19. Rallye Race Gollert 27.10.2018

Rallye Race Gollert 2018 - Nick Heilborn und Dr. Henry Wichura, BMW M3

Klassenführung, schnellster Nichtallradler und Gesamtrang 6. Doch leider nur bis zur WP7 von 8… Dann ereilte uns ein technischer Defekt, welcher uns zum Aufgeben zwang.

Aber der Reihe nach.

Wie mir zugetragen wurde, erwarten inzwischen nicht Wenige einen ausführlichen und dennoch kurzweiligen Bericht von den Geschehnissen einer jeden Rallye, bei der man so unterwegs gewesen ist…

Was aber tun, wenn man einfach nicht dazu kommt, weil wie in jedem Jahr ab September eine Veranstaltung auf die Nächste folgt und man zwischen Arbeiten und Rallyefahren im Wechsel zu rein gar nichts Anderem mehr Zeit findet?

Wenn ich also Zeit und Muse hätte, könnte ich davon berichten, dass ich mich zunächst freute, dass „der Doktor“ nach seinem ersten Hecktriebler-Erlebnis zur Havelland erneut zu mir ins Auto gestiegen ist. Ob nun aus Mitleid, aus Interesse oder gar aus Begeisterung über z.B. dieses großartige und einzig wahre Antriebskonzept – das lassen wir hier einfach mal sein Geheimnis bleiben.

Jedenfalls könnte ich davon berichten, dass wir in Erwartung sehr starker Klassenkonkurrenz schon auf der WP1 eine Duftmarke setzen wollten und daher heftig ans Gas traten. Und zwar so heftig, dass die Claims in der Klasse sofort abgesteckt waren und wir uns auch im Gesamtklassement direkt vorn auf Platz 5 einsortierten.

Ich könnte davon berichten, dass wir den dicken M auch die „Hohe Sonne“ standesgemäß hoch – und vor allem wieder runter schwingen ließen und ich könnte davon erzählen, dass wir auch noch in akzeptabler Zeit die Gollert hoch hüpften. – Das Wort hüpfen sei hier übrigens bewusst an Stelle von „Fahren“ gewählt, da es das in Ermangelung eines besser tauglichen Fahrwerks doch etwas sprunghafte Fahrverhalten unseres Wagens noch am zutreffendsten beschreibt.

Wenn ich Zeit hätte, könnte ich davon berichten, dass wir auch auf „der Neuen“ Highspeed-Prüfung unseren Spaß hatten und ich könnte davon erzählen, wie ich mich dabei erwischte, auf einer der endlosen Streckenabschnitte, auf welchen man im Drehzahlbegrenzer bei 192 km/h so dahin bummelte, darüber nachzudenken, dass Rundstreckenrennen vllt auch eine feine Sache für mich sein könnten.

Wenn ich Zeit gehabt hätte, würde ich hier nun auch davon erzählen, dass wir uns voller Vorfreunde auf die erneute Besteigung des Rennsteiges in die ersten bergauf-Kurven der „Hohe-Sonne“ WP warfen, um dann bereits Sekunden später jäh enttäuscht rechts ran fahren zu müssen, weil ein Zahnrad im Antriebsstrang plötzlich an partiellem und weitere Sekunden später an vollständigem Zahnverlust zu leiden begann.

Wenn ich Zeit gehabt hätte, hätte ich natürlich Dieses und Jenes noch ausgeschmückt und sicher auch zufrieden erwähnt, dass wir bis dahin alle Klassenbestzeiten fuhren, schnellster nicht-Allradler waren und was eben hier und da noch so passierte…

Aber wie eingangs erwähnt, fehlt es eben an genau dieser Zeit. Und deshalb sag ich einfach ganz kurz:

Es hat trotzdem Spaß gemacht! Eine richtig geile Veranstaltung mit anspruchsvollen WPs und trotz des ungewöhnlichen Zeitplans sehr guter Organisation! Danke an alle Beteiligten. Es war Klasse!

-> Wie das von innen alles so aussah, gibts hier zu sehen.

Ich bin derweil mal am Sachen für die Lausitz packen…

Beitragsbild: S&S Pictures